Ausbruch!

Europa hat die Wende geschafft.

Unsere ausführliche Jahresprognose für 2011 haben wir vor wenigen Tagen veröffentlicht. Viele unserer Thesen werden Sie überraschen. Eine davon: Der Euro-Stoxx-50 sollte zum relativen Outperformer in 2011 werden. Auf diese Konstellation habe ich bereits am 24. November 2010 in meinem Beitrag "Europa im Sturm" hingewiesen. Das damals beschriebene Szenario ist voll eingetroffen. Wie geht es jetzt weiter? Unsere detaillierte Prognose für 2011 können Sie sich unter www.gruener-fisher.de ab jetzt kostenlos anfordern. Die Situation im Euro-Stoxx-50 haben wir ausführlich für Sie analysiert.

Euro-Stoxx-50 Stundenchart

Im Stundenchart verkeilt sich die Aufwärtsbewegung des bisherigen Jahresverlaufs zusehends. Mehrere bearishe Keile sind ineinander verschachtelt. Eine Korrektur der dynamischen Aufwärtsbewegung sollte jederzeit starten. Die letzten Hochpunkte haben mehrfache, negative Divergenzen gebildet. Viele Kurslücken (Gaps) sind auf der Unterseite vorhanden.
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Euro-Stoxx-50 Wochenchart

Am 24. November 2010 schrieb ich: "Während viele deutsche Anleger lediglich auf den deutschen Aktienindex DAX schauen, vermittelt der Euro-Stoxx-50 - als wesentlich marktbreiterer Index - ein viel besseres Bild des bisherigen Börsenjahres 2010. Der Euro-Stoxx-50 notiert derzeit - verglichen mit dem Jahresanfang - mit rund 7 % im Minus! Viele europäische Topp-Werte, die von der PIIGS-Krise als Unternehmen eigentlich gar nicht betroffen sind, wurden in Sippenhaft genommen und mit hohen Kursverlusten abgestraft. Reihenweise sehen wir daher bei den europäischen Topp-Unternehmen Dividendenrenditen über 5 %. Eine große Chance. Der erwartete Ausbruch nach oben ist bereits erfolgt. Die beiden letzten Hochpunkte vom Januar und April 2010 bei 3.044 bzw. 3.027 Punkten wurden - noch nicht signifikant - überboten. Das langfristige Aufwärtspotential aus dieser bestätigten Bodenformation ist beachtlich. Es hat sich ein großes Nachholpotential gegenüber dem deutschen Aktienindex DAX aufgestaut.
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Euro-Stoxx-50 Monatschart

Erneut zitiere ich meine eigene Aussage vom 24. November 2010: Die explosive Situation verdeutlicht vor allem der Monatschart seit 1987. Der Euro-Stoxx-50 hat den fast 30-jährigen Aufwärtstrend im März 2009 in Form einer gigantischen Bärenfalle temporär gebrochen. Derzeit konsolidiert der Index während des gesamten Börsenjahres 2010 unterhalb einer inneren Trendlinie seit dem Hoch 2000. Der sich anschließende Ausbruch nach oben dürfte extrem dynamisch ausfallen. Bewertungstechnisch sind die Topp-Unternehmen im Euro-Stoxx-50 krass zu billig. Das Nachholpotential ist gewaltig! Auch diese Einschätzung hat sich als korrekt heraus gestellt. Die langfristige Abwärtstrendlinie konnte auch schon signifikant gebrochen werden. Langfristig sollte damit "eine neue Zeitrechnung" für den Euro-Stoxx-50 angebrochen sein. Die Phase der großen Underperformance sollte zumindest vorbei sein.
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Fazit

Die technische Situation bleibt aussichtsreich. Während kurzfristig eine Korrektur zu erwarten ist, hat sich das mittel- und langfristige Bild für den Euro-Stoxx-50 deutlich aufgehellt. Der Nachzügler des Jahres 2010 kann zum Überraschungssieger 2011 werden. Das "Jahr der Pause" war im Euro-Stoxx-50 bereits das Jahr 2010.

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