Eine unglaubliche Chance!

In den letzten 20 Jahren habe ich so etwas noch nicht erlebt.

Die aktuelle Situation an den Terminmärkten ist extrem. Die Schwankungsbreiten sind gering und die Volatilitäts-Indikatoren daher sehr tief. Sehr oft wird das als Sorglosigkeit interpretiert. Meine Meinung dazu - wie fast immer - ist das Gegenteil: Ich sehe in dieser Situation eine unglaubliche Chance! Warum?

Ein Blick zurück

Vor mittlerweile 17 Jahren - ich war damals Auszubildender in einer Bank - begann ich mich für Optionsscheine zu interessieren. Schon bald wurde es zu einem äußerst lukrativen Hobby für mich, die Statistikteile der Börsenzeitungen nach unterbewerteten Optionen zu durchforsten. Dabei fiel mir schon früh ein verblüffender Zusammenhang auf: Je günstiger bewertet ein Optionsschein war, je geringer also die implizite Volatilität - die erwartete Schwankungsbreite in der Zukunft - war, desto wahrscheinlicher war das Eintreffen dieses Ereignisses. War also ein Schein sehr "billig", erwarteten also nur sehr wenige Marktteilnehmer diese Entwicklung, wurde diese offensichtlich zunehmend wahrscheinlich. Diese Methode habe ich mit den Jahren zusehends verfeinert und diese in meinen Depots - mit einem kleinen Teil meines Privatvermögens - hochspekulativ und sehr erfolgreich eingesetzt.

Funktioniert denn das tatsächlich?

Sie erinnern sich vielleicht an meinen Beitrag vom 29. Januar 2005 "Das Jahr der unglaublichen Chancen". Darin beschrieb ich dieses Phänomen der extrem geringen Volatilität: Die Signalfunktion der Volatilitätsindizes wird oft zu oberflächlich interpretiert und es entstehen böse Fallen für die Investoren. Während eine extrem hohe Volatilität immer ein mittelfristiges Kaufsignal für die Aktienmärkte bedeutet und einen klaren Hinweis auf eine kurz bevorstehende Trendwende gibt, so gilt nicht der Umkehrschluss. Eine geringe Volatilität ist kein signifikantes Verkaufssignal, auch wenn dies derzeit oft behauptet wird. Diesen Beitrag finden Sie hier: "2005 - Das Jahr der unglaublichen Chancen" vom 29. Januar 2005. Was ist daraus geworden? Die Volatilität war zwar sehr tief - die Aktienmärkte sind jedoch trotzdem recht deutlich angestiegen. Mein "Indikator" hat also wieder einmal funktioniert! Die Calls waren damals - obwohl fast alle das Gegenteil behauptet hatten - deutlich günstiger bewertet als die Puts. Der Markt ist also - entgegen der Erwartung der Masse - deutlich angestiegen. Hätten Sie das für möglich gehalten?

Der nachprüfbare Beweis

In meiner umfangreichen Jahresprognose, die Sie sich

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können, habe ich dieses Beispiel erläutert und den Optionsschein DB0FEX vorgestellt. Diesen hatte ich damals mit seinem Pendant auf der "Put-Seite" verglichen (siehe unten stehende Grafik). Während damals alle Puts als billig bezeichnet hatten, wurde für vergleichbare Calls deutlich weniger bezahlt. Die implizite Volatilität der Puts (und damit auch deren Preise) war fast doppelt so hoch! Erstaunlich? Nein. Das läuft fast immer so. Während offensichtlich die Mehrheit der Anleger bereit war, für einen Put mehr als doppelt so viel zu bezahlen als für einen Call - und die Medien permanent auf die angeblich so günstigen Puts hinwiesen - hatten wir dazu die Gegenseite eingenommen und den vorgestellten Optionsschein in den von uns verwalteten Depots "beigemischt". Seit meiner Vorstellung in der Jahresprognose - und auch anlässlich der Invest in Stuttgart im April - hat der Optionsschein in der Spitze um über 250% zugelegt! Der Put hat im gleichen Zeitraum ca. 50% verloren. In jedem Jahr gibt es immer wieder zu bestimmten Zeitpunkten diese "Fehlbewertungen". Diese gilt es auszunutzen und daran zu profitieren!

Die Bewertungen der Optionsscheine sind krass!

Die aktuelle Situation ist noch extremer als im Frühjahr. Unser "Indikator" aus dem Bereich der Optionsbewertungen ist extrem bullish einzuschätzen. Die Anleger sind immer noch bereit, für Puts deutlich höhere Preise als für Calls zu bezahlen. Dieser hohe Abstand ist extrem selten und in diesem Ausmaß für mich noch nie zu sehen gewesen. In einfachen Worten erklärt: Die mathematischen Wahrscheinlichkeiten werden durch den subjektiven Blick der Anleger völlig verzerrt. Ein Ereignis, das ähnlich wahrscheinlich ist, wird als deutlich weniger wahrscheinlich eingeschätzt. Calls sind daher wesentlich "billiger" als Puts. Offensichtlich rechnet kaum jemand mit einem weiteren Ausbruch nach oben. Die übergroße Mehrheit der Anleger bevorzugt die Shortseite. Diese gewaltige Diskrepanz bietet große Chancen, sollten die Märkte meinem Primärszenario folgen und mittelfristig weiter kräftig ansteigen. Lesen Sie zu diesem Thema auch den Beitrag: "Das gibts doch gar nicht! vom 02. März 2005.

Wie suche ich die besten Optionsscheine aus?

In den letzten Jahren habe ich diese Auswahlkriterien immer weiter verfeinert. Die vielen, aktuell angebotenen Kennzahlen verwirren viele Anleger viel mehr als sie ihnen nützen. Man sieht oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Günstige Optionsscheine herauszufiltern stellt viele Investoren vor ein unlösbares Problem. Die Datenbanken umfassen aktuell mehr als 30.000 Optionsscheine verschiedenster Ausgestaltungen. Hier den Überblick zu behalten ist fast unmöglich. Dies funktioniert nur mit klar definierten Auswahlkriterien. Ich habe hierzu einen "Kombinationsindikator", bestehend aus Aufgeld, Hebel, Restlaufzeit und impliziter Volatilität entwickelt, mit dem wir den Markt nach den besten Scheinen auswerten.

Das Risiko richtig einschätzen und abwägen!

In diesen Tagen sprechen meine Mitarbeiter und ich sehr oft mit Interessenten, die nach wie vor überhaupt nicht oder nur sehr geringfügig im Aktienmarkt investiert sind. Viele schieben große Beträge auf Fest- und Tagesgeldkonten vor sich her und warten letztendlich immer weiter ab. Macht das Sinn? Ich denke nein. Doch es gibt eine simple "Lösung" dieses Problems: Konstruieren Sie sich die berühmte 90:10 oder auch 95:5 Investitions-Regel. Defensive Investoren, die trotzdem an der Rallye der Aktienmärkte in den nächsten Monaten profitieren wollen, aber nur maximal einen gewissen Prozentsatz ihres liquiden Vermögens investieren wollen, wenden diese an: 90% bzw. 95% bleiben auf "sicheren" Fest- oder Tagesgeldkonten, 10% bzw. 5% werden in hochspekulative Optionsscheine investiert.

Nutzen Sie simple Strategien!

Der Markt an strukturierten Produkten ist in diesen Tagen fast unüberschaubar geworden. Fast täglich bekomme ich neue Angebote der Emittenten auf meinen Schreibtisch. Fast immer kann man diese "günstiger" nachbauen. Dies haben wir vor einigen Monaten bereits mit unserem Garantieprodukt "Grüner Garantie Plus" getan. Dieses beinhaltete eine Kombination aus einem Festgeld mit einem hochspekulativen Teil. Die Entwicklung der Aktienmärkte in diesem Zeitraum wurde damit von uns bisher geschlagen und das bei einem weitaus geringeren Risiko!

Weltweite Auswahl ist wichtig!

Eine Chance-Risiko-Optimierung sollten Sie immer durch zwei Komponenten erreichen. Wählen Sie die Optionsscheine für diese Strategie sorgfältig und filtern Sie die am günstigsten bewerteten Scheine heraus. Eine handwerklich saubere Arbeit vermindert weiter Ihre Risiken und erhöht Ihre Chancen. Oftmals sind in ihrer Ausstattung identische Scheine verschiedener Emittenten zu finden, deren Preise extrem abweichen. Setzen Sie auch auf verschiedene Märkte um Ihr Risiko weiterhin zu vermindern. Diese Kombination der Methoden macht Sinn.

Auswahl abstimmen

In unserem neuen Produkt Grüner "BEST of ALL" Juni/06 haben wir diese Methoden miteinander kombiniert. Wir haben die Scheine mit einer extrem günstigen Bewertung, den geeignetesten Laufzeiten und aus verschiedenen Aktienmärkten herausgefiltert, um ein so optimal wie mögliches Chance-Risiko-Verhältnis zu erreichen.

Fazit

Die Bewertungsrelationen der Optionsscheine sind weiter extrem. Obwohl - nach wie vor - in den Medien gerne die Absicherungsmöglichkeiten mit Puts als "billig" beschrieben werden, ist das Gegenteil der Fall. Vergleichbare Calls sind fast immer günstiger als ihre entsprechenden Puts. Selbst risikoscheue Anleger können dies mit cleveren Strategien ausnutzen. Investieren Sie einen kleinen Teil Ihres liquiden Vermögens hochspekulativ. Das Gesamtrisiko - obwohl für diesen hochspekulativen Teil ein Totalverlust möglich ist - bleibt trotzdem überschau- und kalkulierbar.

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