Vermögensverwaltung

Fakten zur Vermögensverwaltung

Grundlegende Unterschiede zur Vermögensberatung

Vermögensverwaltung auf einen Blick

Die klassische Vermögensverwaltung unterscheidet sich grundlegend von der Vermögensberatung. Bei der Vermögensverwaltung werden keine Anlageratschläge erteilt, sondern Entscheidungen werden eigenständig durch den Vermögensverwalter getroffen. Das Kundenportfolio wird dabei unter Berücksichtigung individueller Restriktionen im Rahmen des festgelegten Ermessensspielraums strukturiert.

Dabei kann im Rahmen einer Vermögensverwaltung auf eine ebenso breite Produktpalette zurückgegriffen werden wie bei der Vermögensberatung.  Das Portfolio mit den entsprechenden Produkten oder Direktinvestments wird gemäß den vertraglichen Vorgaben des Kunden ausgearbeitet, kann jedoch ohne zusätzliche Rücksprache umgesetzt werden.

Unabhängig vs. Bank

Vermögensverwaltung lässt sich ferner unterteilen in bankenabhängige und bankenunabhängige Instanzen. Mehrheitlich bieten große Banken eine hauseigene Vermögensverwaltung an, die Einstiegshürde kann wie bei den unabhängigen Vermögensverwaltern ebenso deutlich variieren.

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Die Volatilität an den Märkten - nur eine von zahlreichen Ursachen, warum private und institutionelle Anleger gleichermaßen die Dienstleistung der Vermögensverwaltung gerne in Anspruch nehmen. Ziel ist es, die optimale Anlage für das eigene Risikoprofil zu finden - und dabei auf professionelle Unterstützung zurückgreifen zu können. Anleger profitieren von der Zeitersparnis und wissen das Geld in sicheren und erfahrenen Händen.

Für wen ist eine Vermögensverwaltung geeignet?

Grundsätzlich eignet sich eine Vermögensverwaltung vor allen Dingen für Anleger, die über größere Kapitalsummen verfügen. Ohnehin ist es meistens so, dass Kunden den Service einer Vermögensverwaltung erst ab einer gewissen Mindestanlagesumme nutzen können. Häufig handelt es sich dabei um Vermögen, die sich zwischen mindestens 100.000 und 500.000 Euro bewegen. Vom Prinzip her bietet sich eine Vermögensverwaltung in erster Linie deshalb für Anleger mit einem größeren Vermögen an, weil es sich schlichtweg nicht lohnt und auch nicht sinnvoll ist, Anlagesummen von beispielsweise 10.000 oder 20.000 Euro im Zuge einer Vermögensverwaltung investieren zu lassen. Hier steht vereinfacht gesagt der Aufwand des jeweiligen Vermögensverwalters nicht im Verhältnis zu möglichen Erträgen, die bei relativ geringen Anlagesummen zu erzielen sind. Demzufolge ist die Vermögensverwaltung optimal für solche Kunden geeignet, die einerseits über größere Kapitalsummen verfügen und sich andererseits nicht selbst um den Erhalt des Geldes bzw. um die Vermehrung ihres Kapitals kümmern möchten.

Verschiedene Gebührenmodelle im Vergleich

Aufgrund des deutlichen Unterschiedes zwischen einer Vermögensverwaltung und einer Vermögensberatung ist es bei der Vermögensverwaltung so, dass es keine Honorarberatung gibt. Ein gängiges Gebührenmodell sieht beispielsweise so aus, dass die Vermögensverwaltung jährlich einen fixen Prozentsatz des vorhandenen Investitionskapitals als Provision vereinnahmt. Diese und ähnliche Gebührenmodelle gibt es in verschiedenen Varianten, sodass sich ein Vergleich der Vermögensverwaltungen durchaus lohnen kann.

In welche Finanz- und/oder Versicherungsprodukte wird investiert?

Ein grundlegender Unterschied zwischen der Vermögensverwaltung und der Vermögensberatung besteht darin, dass der Kunde bei der Vermögensberatung zunächst einmal nur Vorschläge erhält, welche Produkte für ihn am besten geeignet sind. Bei der Vermögensverwaltung ist das Prinzip hingegen anders, denn hier entscheidet letztendlich der Vermögensverwalter eigenständig, in welche Finanz- und/oder Versicherungsprodukte investiert wird. Allerdings ist es normalerweise so, dass in einem grundsätzlich stattfinden Beratungsgespräch erörtert wird, welche Finanzprodukte für den Kunden vom Grundsatz her infrage kommen und welche nicht. Innerhalb dieser Vorgaben kann die Vermögensverwaltung dann jedoch meistens jederzeit frei entscheiden, welche Finanzprodukte bevorzugt werden. In diesem Zusammenhang sind auch Umschichtungen möglich, die der Vermögensverwalter eigenständig vornehmen kann.

Drei oder mehr Portfoliomodelle zur Auswahl

Nicht wenige Vermögensverwaltungen bieten ihren Kunden zunächst einmal die Auswahl aus drei oder mehr unterschiedlichen Portfoliomischungen an. Der Kunde kann in diesem Zusammenhang zum Beispiel festlegen, wie wichtig ihm Sicherheit, Rentabilität und andere Faktoren sind. Auf dieser Basis offerieren manche Vermögensverwaltungen drei Standardportfolios, die zum Beispiel als ertrags-, chancen- und sicherheitsorientiert bezeichnet werden. Je nachdem, für welche Variante sich der Anleger entscheidet, sind im Detail unterschiedliche Finanzprodukte enthalten, in die investiert werden kann. So wird beispielsweise bei einem sicherheitsorientierten Portfolio darauf geachtet, dass das Kapital mindestens erhalten bleibt. Demzufolge wird dann oftmals beispielsweise in Termineinlagen, Geldmarktfonds oder Bundeswertpapiere investiert.

Bestimmte Finanzprodukte können ausgeschlossen werden

Auch wenn es bei der Vermögensverwaltung grundsätzlich so ist, dass der Verwalter eigenständig Entscheidungen treffen kann, in welche Produkte das Kapital des Kunden investiert wird, so hat der Anleger natürlich durchaus die Möglichkeit, seine Meinung zu äußern und Wünsche vorzugeben. Daher ist es definitiv bei nahezu allen Vermögensverwaltungen möglich, dass der Kunde dem Vermögensverwalter beispielsweise einige Finanz- und Versicherungsprodukte nennen kann, in die er sein Kapital auf keinen Fall investieren möchte. Oftmals geschieht diese Selektion auch auf Basis der Festlegung, welche Eigenschaften dem Anleger besonders wichtig sind.

Legt ein Anleger zum Beispiel großen Wert auf hohe Sicherheit, dann versteht es sich im Prinzip von selbst, dass die Vermögensverwaltung das zur Verfügung stehende Kapital nicht in Derivate oder sonstige Finanzprodukte investiert, die als sehr riskant gelten. Allerdings gibt es durchaus viele Anleger, die vor allen Dingen eine gute Mischung des Portfolios haben möchten. Daher spielt auch die Diversifikation (Risikostreuung und Verteilung des Kapitals auf unterschiedliche Produkte) in der heutigen Vermögensverwaltung eine sehr wichtige Rolle. Meistens kann durch eine gute und professionelle Aufteilung des Vermögens auf mehrere Anlageprodukte nämlich erreicht werden, dass eine optimale Mischung aus Sicherheit, Verfügbarkeit und Ertrag vorhanden ist.

Fazit zur Vermögensverwaltung

Die Vermögensverwaltung ist in den weitaus meisten Fällen vor allem für Anleger geeignet, die über ein größeres Vermögen (meistens jenseits der 100.000 Euro) verfügen und sich nicht selbst um ihre Anlagen kümmern möchten. Insbesondere dann, wenn das Kapital sehr professionell angelegt werden soll und der Kunde auch kein größeres Mitspracherecht haben möchte, bietet sich die Vermögensverwaltung als bessere Alternative zur Vermögensberatung an.