S&P 500 - Standortbestimmung


15.01.2009 - von Thomas Grüner
Die Weichen werden gestellt.

Alle Welt schaut in die USA - dem Ausgangspunkt der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise. Barack Obama wird in Kürze sein neues Amt als Präsident der Vereinigten Staaten antreten. Zeit für eine technische Standortbestimmung. Der Leitindex S&P 500 steht vor einer markanten Trendentscheidung.


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S&P 500 - Stundenchart

Die Volatilität ist unvermindert hoch. Die Nervosität ist weiter fast mit Händen zu greifen. Der S&P 500 hat seine Gegenbewegung nach oben bisher exakt zu 50% korrigiert und ist kurzfristig schon wieder massiv überverkauft. In den nächsten Tagen wird sich eine neue Trendbewegung ausbilden. So lange der Index oberhalb von 815 Punkten notiert, ist die Welt technisch noch in Ordnung. Ein Rückfall auf Tagesschlusskursbasis unter diesen Bereich würde einen nochmaligen Test der Tiefs vom November 2008 wahrscheinlich machen.


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S&P 500 - Tageschart

Trotz den weiter auf uns einprasselnden Horrormeldungen aus der Realwirtschaft hat der S&P 500 sein bisheriges Tief noch nicht wieder unterboten. Aktuell notiert der Index im Bereich der Tiefs von Anfang Oktober 2008 und damit ca. 14% über seinem Tief von Mitte November 2008. In diesem Bereich besteht eine gute Chance auf die Ausbildung einer inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Das Tief im November war zudem positiv divergent. Viele technische Indikatoren haben diese Abwärtsbewegung nicht mehr bestätigt. Der Index notiert heute rund 38% unter seiner 200-Tage-Durchschnittslinie.


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S&P 500 - Monatschart

Im Monatschart ist die per Saldo Seitwärtsbewegung der letzten 10 Jahre schön zu erkennen. Es haben sich von 2000 bis 2002 und von 2007 bis 2008 zwei nahezu gleich lange Abwärtsbewegungen ausgebildet. Aktuell steckt der Index zwischen zwei Trendlinien fest und ist bei seiner Gegenbewegung nach oben bisher an der oberen Trendbegrenzung abgeprallt. Ein neuer Anlauf zum Ausbruch sollte in Kürze beginnen.


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Fazit

Die Kursverluste im S&P 500 entsprechen in etwa denen des Bärenmarktes von 2000 bis 2003. Auf eine weitere Verschärfung der Situation zu setzen wäre gegen jede Erfahrung aus historischen Durchschnittswerten. Der Bärenmärkt sollte zumindest nahe an seinem Ziel angekommen sein und langsam müde werden.


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