Kommt jetzt der Absturz?


04.10.2005 - von Thomas Grüner
Das sieht angeschlagen aus...

Die Stimmung ist für den Euro weiterhin erstaunlich gut. Immer noch "zu gut", wie ich meine. Die deutlichen Einbußen im Euro und die im Gegenzug kräftigen Kursgewinne im US-Dollar, sind in den Medien noch nicht "das Thema" geworden. Ich lese fast täglich weiterhin Kommentare, die auf die Probleme in den USA verweisen und weiter auf einen Dollar-Absturz warten. Eine gefährliche, da vor allem emotionale Einstellung...

Lesen Sie zum Thema auch diesen Beitrag: "Warum sieht das keiner?" vom 24.09.2005.

In meiner Jahresprognose habe ich die einzelnen Faktoren detailliert beschrieben. Sie können sich diese hier kostenlos anfordern (einfach anklicken)


Die technische Situation ist differenziert zu betrachten. Einer überverkauften Situation in fast allen Zeitebenen, steht in den Indikatoren eine brenzlige Konstellation gegenüber. Die negativen Divergenzen in den längeren Zeitebenen haben sich durchgesetzt. Die positiven Divergenzen in den kürzeren Einstellungen haben sich als Bullenfallen herausgestellt. Die aktuelle Bewegung kann als eine abschließende Welle 5 nach unten abgezählt werden. Eine technische Korrektur kann auf dem aktuellen Niveau jederzeit starten. Die Indikatoren mahnen für Euro-Bullen jedoch weiterhin zu größter Vorsicht. Eine Beschleunigung der Trenddynamik nach unten, wird von einigen Indikatoren angezeigt.


Euro-USD Stundenchart


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Euro-USD Tageschart


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Euro-USD Wochenchart


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Euro-USD Monatschart


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Investmentbanken liegen bereits schief

Der "linke Rand" der Prognosen ist längst erreicht. Die große Mehrheit der Investmentbanken hat die Währungsentwicklung offenbar falsch eingeschätzt. Meine Erfahrung zeigt, dass sich die Kursentwicklung am Rand oftmals beschleunigt. Schieflagen schmerzen die Marktteilnehmer mit jedem weiteren Rückgang mehr. Sie sorgen dadurch eher für weitere Verkäufe um Verluste zu begrenzen. Beachten Sie hierzu auch das diesjährige Beispiel im Rohöl. Fast alle Investmentbanken gingen von einem Rückgang der Rohölpreise aus. Der Rest der Geschichte ist bekannt: Öl lag in der Spitze über 70% höher als zu Jahresbeginn.


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Fazit

Technisch orientierte Anleger sollten die Gewinne in Shortpositionen immer wieder einmal "mitnehmen". Die Gefahr einer technischen Korrektur nach oben ist jederzeit gegeben. Die aktuelle Situation ist recht explosiv in beide Richtungen. Man sollte in diesem Umfeld recht vorsichtig agieren und keine übergroßen Risiken eingehen.



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