Gold - Korrektur vorbei?


26.06.2006 - von Thomas Grüner
Hektischer Handel - hohe Unsicherheit.

Auf meinen Beitrag zum Silber vom vergangenen Freitag erhielt ich viele eMails, die vor allem ein Problem wieder überdeutlich aufzeigten: Der Rohstoffkomplex - besonders das Thema Gold und Silber - ist sehr stark emotional besetzt. Diese Einstellung ist jedoch wenig hilfreich und verstellt Ihnen den Blick auf das Wesentliche. Schauen wir uns heute den Goldpreis näher an...


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Gold Stundenchart

Die kurzfristige Entwicklung beim Gold zeigt eine laufende Aufwärtskorrektur des vorangegangenen, heftigen Ausverkaufes an. Die technische Mindestkorrektur liegt bei ca. 611 US-Dollar. Bei knapp über 600 USD wäre das Ziel einer abc-Korrektur erreicht. Wird der Bereich zwischen 585 und 595 USD zügig überwunden, sollten Kurse über 600 USD schnell angesteuert werden.


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Gold Tageschart

Die Gegenbewegung im Tageschart dauert nun bereits 7 Handelstage an und bisher wurde nicht einmal der Tagesverlust vom 13. Juni 2006 wieder aufgeholt. Die Unterkante der aktuellen Bärenflagge sollte aufmerksam beobachtet werden. Kommt nach einem Bruch erneute Abwärtsdynamik auf, sollten neue - und dann vielleicht tragfähigere und "endgültige" - Tiefs erreicht werden. Beachten Se auch: Der kurzfristige Abwärtstrend wird ebenfalls bereits seit zwei Tagen attackiert. Ein Bruch würde den Weg bis über 600 USD ebnen.


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Gold Wochenchart

Im Wochenchart ist zu erkennen, dass der Goldpreis bereits einen wichtigen Unterstützungsbereich angesteuert hat. Eine Bodenbildung im Bereich von knapp über 500 USD ist sehr wahrscheinlich. Der "flachere" Aufwärtstrend seit Herbst vorigen Jahres hat bisher gehalten. Den größten Teil der Korrektur hat Gold sicher bereits hinter sich. Das letzte Tief erfüllt - ähnlich wie beim Silber auch - alle Anforderungen an eine abgeschlossene Korrektur.


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Gold Monatschart

Die Volatilität war in den letzten Wochen enorm. Die nominale Handelsspanne explodierte in den letzten beiden Monaten förmlich und war mit rund 200 USD fast so hoch, wie davor die Handelsspanne der letzten beiden Jahrzehnte(!). Ein möglicher Pullback auf die Marke von 500 USD sollte im Hinterkopf behalten werden.


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Fazit

Kaum eine Frage wird derzeit so emotional diskutiert: "Rohstoffe, ja oder nein?" artet fast immer in regelrechte, philosophische Exkurse aus. Holen Sie das Thema auf eine nüchterne Betrachtungsweise "herunter". Die Rohstoffmärkte machen derzeit im weltweiten Börsenhandel nur einen Bruchteil der Kapitalisierungen aus. Der Drang vieler Kleinanleger und Mini-Spekulanten in die Rohstoffmärkte sorgt für eine weiterhin hohe Volatilität in diesem Bereich. Die öffentliche Aufmerksamkeit und das Covering der Medien und Kommentatoren sind enorm. Man fühlt sich signifikant an die Boomzeiten des Neuen Marktes erinnert.

Stellen Sie sich auf diese Hektik ein! Ich kann mich an dieser Stelle nur wiederholen: Der Rohstoffanteil in Ihrem Depot sollte recht gering gewählt sein. Vergessen Sie vor allem nicht, dass auch eine indexnahe Anlagestrategie bereits einen signifikanten Rohstoffanteil beinhaltet. Dieser wird in Risikoanalysen von Wertpapierdepots oft "vergessen". Und Emotionen sind in diesen Tagen ohnehin besser beim Fußball aufgehoben.


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