Eine explosive Schere!


30.07.2008 - von Thomas Grüner
Liegt hier der Schlüssel zu einem Anstieg?

Die wichtigsten Faktoren für die weiteren Entwicklungen halten sich oft versteckt und werden von den meisten Investoren kaum beachtet. Diesem Zusammenhang in meinem Beispiel könnte so eine entscheidende Bedeutung im weiteren Jahresverlauf zukommen. Worum handelt es sich?


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Euro-Yen vs. DAX

Im Jahresverlauf haben wir bereits öfter die erstaunlich hohe Korrelation zwischen dem japanischen Yen und dem Verlauf an den globalen Aktienmärkten beschrieben. Sie erinnern sich sicher an den Jahresanfang als der angebliche Zusammenbruch des so genannten „Carry Trades“ (Investoren verschulden sich zu niedrigen Zinsen im japanischen Yen und legen ihr Geld anderweitig an) für Börsenstürze sorgen sollte, da japanische Investoren den festeren Yen zum Abbau ihrer Positionen nutzen sollten. Seit einigen Wochen hat sich diese hohe Korrelation temporär aufgelöst. Der Yen ist deutlich schwächer geworden und die globalen Aktienmärkte haben ebenfalls deutlich abgeben müssen. Diese Schere sollte jedoch nicht Bestand haben und sich im Jahresverlauf wieder schließen.


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Fazit

Das „japanische Geld“ scheint derzeit nicht mehr den Weg in die globalen Aktienmärkte zu finden – zumindest temporär nicht – sondern in andere Anlageklassen. Wird sich dieser Trend – wir halten das für wahrscheinlich – wieder „normalisieren“ sollte das zu scharf anziehenden Aktienmärkten führen. Dieser Zusammenhang wird derzeit in den Medien fast nicht thematisiert und eher „übersehen“. Aus unserer Sicht könnte hier ein erheblicher positiver Faktor für das zweite Halbjahr „versteckt“ sein.


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