Droht Panik beim Gold?


28.07.2010 - von Thomas Grüner
Kommt ein Kurssturz beim Goldpreis?

Der Goldpreis hat in den letzten Tagen - trotz der allgemein starken Finanzmärkte - deutlich nachgeben müssen. Ist das der Auftakt zu einem großen Kursrutsch? Droht sogar ein Crash? Wie sollte man sich als Investor verhalten?

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Gold in USD - Tageschart

Eine Toppbildung in Form einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation deutet sich im Tageschart in US-Dollar an. Der Aufwärtstrend wurde dabei gebrochen und lediglich eine Horizontalunterstützung im Bereich zwischen 1.150 und 1.160 USD konnte den Verfall bisher stoppen.


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Gold in Euro - Tageschart

Die Kurserholung des Euro in den letzten Wochen hat dazu geführt, dass die aktuelle Schwäche des Goldpreises in Euro gerechnet noch deutlicher ausfällt als in US-Dollar. Der Aufwärtstrend wurde kurzzeitig in Form einer Bullenfalle nach oben durchbrochen. Ziemlich genau 38% des letzten Aufwärtsimpulses wurden damit bereits korrigiert.


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Gold in USD vs. Euro - Tageschart

Der starke Euro der letzten Tage hat dazu geführt, dass der Goldpreis in Euro den Goldpreis in US-Dollar gerechnet wieder "eingeholt" hat. Der Kursrutsch fiel für Euro-Investoren deutlich stärker aus. Die angeblichen Korrelationen zwischen einem starken US-Dollar und einem schwachen Goldpreis - und umgekehrt - haben sich dabei vollständig aufgelöst.


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Gold in USD - Wochenchart

Das Kursziel im Bereich von rund 1.350 USD, das sich aus der inversen SKS theoretisch errechnet, ist weiterhin noch offen. Die negativen Divergenzen mahnen jedoch auch in diesem Zeitfenster zur Vorsicht. Die beiden letzten Hochs wurden von vielen technischen Indikatoren nicht mehr bestätigt.


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Gold in USD - Monatschart

Der Monatschart mahnt ebenfalls weiterhin zur Vorsicht. Die Fahnenstange ist offensichtlich. Eine größere Korrektur kann jederzeit starten und ist auch evtl. bereits gestartet. Die zu erwartende Volatilität beim Goldpreis sollte nicht unterschätzt werden.


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Gold in USD - Stundenchart

Im kurzfristigen Zeitfenster des Stundencharts ist die laufende Abwärtsbewegung bereits in einem reifen Stadium angekommen und erste positive Divergenzen haben sich gebildet. Kurzfristig gilt: Der Goldpreis wird in der nächsten Zeit zu heftigen Ausschlägen neigen. Viele Investoren werden lernen, dass nicht nur die Aktienmärkte volatil sind - Rohstoffpreise sind oft sogar noch volatiler!


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Fazit

Die Nervosität unter den Goldanlegern steigt. Viele Investoren sind erst kurzfristig auf den fahrenden Gold-Zug aufgesprungen. Diese so genannten zittrigen Hände sollten kurzfristig für eine größere Volatilität beim Goldpreis sorgen. (Unsere neue und ausführliche Goldstudie können Sie sich unter http://www.gruener-fisher.de kostenlos anfordern.) Für mittel- und langfristig orientierte Investoren gilt weiterhin: Eine Beimischung von Gold in einer diversifizierten Portfoliostruktur kann durchaus sinnvoll sein. Eine extrem hohe Gewichtung würden wir jedoch unbedingt vermeiden. Die "Angstprämie" im Goldpreis könnte schnell entweichen. Vorsicht schadet nicht.


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