Der Gewinner der Krise!


10.06.2010 - von Thomas Grüner
Die Angst geht um in Deutschland. Warum eigentlich?

Vor einigen Tagen habe ich einen Gastbeitrag für das Manager Magazin verfasst. Sie finden diesen im Media-Archiv unter http://www.gruener-fisher.de.(http://www.gruener-fisher.de/Media-Archiv/Publikationen.503.html). Zum Lesen des Beitrags im Manager Magazin hier anklicken. Darin habe ich ausführlich erklärt, warum Deutschland eben nicht der Zahlmeister Europas ist, sondern von dieser Krise über den schwachen Euro und die deutlich fallenden Zinsen in Deutschland gleich doppelt profitiert. Die Entwicklung an den Aktienmärkten veranschaulicht die Richtigkeit meiner Thesen.


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DAX hängt Euro-Stoxx-50 deutlich ab

Während der deutsche Aktienindex per heute in der 2010er-Bilanz mit knapp einem Prozent leicht im Plus liegt, hat der Euro-Stoxx-50 rund 13 % verloren. Eine krasse und bisher beispiellose Schere hat sich gebildet. Dabei muss man beachten, dass im Euro-Stoxx-50 einige Schwergewichte aus dem DAX enthalten sind. Euro-Stoxx-50 ex Deutschland wäre sogar noch extremer.


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Deutschland liegt vor Frankreich

Deutschland und Frankreich besitzen im Verlauf der Aktienmärkte eine hohe Korrelation. Die Entwicklung der Kurse verlief nahezu parallel. Mit Ausbruch der PIIGS-Finanzkrise in Europa hat sich das geändert. Nicht nur die "schwachen PIIGS-Staaten" weisen gegenüber Deutschland eine deutliche Underperformance aus. Auch Frankreich hat gegenüber Deutschland relative Schwäche aufgebaut.


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USA hängen Europa ab

Vergleicht man den amerikanischen Leitindex S&P 500 mit dem Euro-Stoxx-50, fällt eine klare Outperformance der USA auf. Währungsbereinigt fällt dieser Vergleich noch viel krasser aus.


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USA hängt Deutschland nicht ab

Gegenüber Deutschland hat der S&P 500 seine Outperformance wieder verloren. Währungsbereinigt hat sich - in Euro gerechnet - der S&P 500 in 2010 jedoch noch immer deutlich besser als der deutsche Aktienindex DAX entwickelt.


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Fazit

Die Investoren ziehen bzw. zogen per Saldo ihr Geld aus Europa ab. Dieser Trend hat den Euro geschwächt und Europas Aktienmärkte belastet. Betrachtet man sich diese Entwicklung aber genauer, so stellt man fest, dass innerhalb Europas deutlich differenziert wird. Deutschland hängt den Rest Europas locker ab. Der schwache Euro hilft unserer exportlastigen Wirtschaft und der Kapitalzufluss in deutsche Anleihen lässt deren Renditen fallen. Deutschland kann seine Verschuldung damit wesentlich günstiger refinanzieren. Dies geschieht in einer Größenordnung, die unser geplantes Sparpaket deutlich übersteigt. Die Entwicklung an den Aktienmärkten nimmt dies - wie immer - bereits vorweg!


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