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Die heute veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten haben an den Märkten neue Befürchtungen ausgelöst, die Angst vor der ?jobless recovery?, einer Wirtschaftserholung ohne eine deutliche Belebung am Arbeitsmarkt, greift wieder um sich. Die Veröffentlichung der Zahl der Beschäftigten ohne Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls) für Juni 2004 fiel deutlich schwächer als erwartet aus. Die Zahl der Beschäftigten (ohne Landwirtschaft) ist um lediglich 112.000 angestiegen. Erwartet wurde ein Zuwachs zwischen 250.000 bis 265.000 neuen Arbeitsplätzen nach zuvor 235.000. Zinsentwicklung als Schlüsselfaktor Die größte Aufmerksamkeit zur Beurteilung des wahrscheinlichen Verlaufs im zweiten Halbjahr sollten Anleger der Zinsentwicklung - vor allem den 10-jährigen US-Bonds und der 10-jährigen Rendite deutscher Bundesanleihen - schenken. Hier liegt ein großes, positives Überraschungspotenzial. Der Marktkonsens unter den Investmentbanken hat einen Anstieg bis zum Jahresende auf ? in den USA 5,25% - und in Deutschland auf 4,85% auf der Rechnung. Der heutige Renditerutsch der US-Bonds auf aktuell 4,42% und der deutschen Bundesanleihen auf 4,24% lässt dieses Szenario für uns weiter unwahrscheinlich sein. zum Vergrößern anklicken zum Vergrößern anklicken Den Anstieg des Euros sehen wir nicht als nachhaltig an und gehen bis zum Jahresende weiterhin von einem im Verhältnis zum Euro festeren US-Dollar aus. Gewichtige Argumente gegen kräftig steigende Zinsen Einen sehr großen Zinsanstieg sehen wir aus diversen Gründen nicht: ? Die US-Notenbank wird im Wahljahr eher zurückhaltend agieren. ? Die Inflationserwartungen sind übertrieben. ? Wir sehen eine immer noch niedrige Kapazitätsauslastung. ? Der Arbeitsmarkt bleibt weiterhin schwächlich. ? Das Wirtschaftswachstum in den USA wird sich leicht abschwächen. ? Die Notenbanken wollen den begonnenen Aufschwung nicht gefährden. Es ist wenig wahrscheinlich, dass sich in 2004 ein größerer Inflationsdruck entwickelt. Für 2005 sehen wir dies etwas kritischer. 2004 sollte jedoch ein Jahr werden, das relativ frei von inflationären Tendenzen bleiben wird. Quartalsergebnisse werden gut ausfallen Die in diesen Tagen beginnenden Veröffentlichungen der Ergebnisse zum 2. Quartal 2004 sollten überwiegend positiv ausfallen. Die Anzahl der Ertragswarnungen im Vorfeld war bis heute sehr gering. Das starke und weltwirtschaftlich synchrone Wachstum wird die Unternehmensergebnisse weltweit erneut begünstigen. Die relative Bewertung von Aktien wird dadurch attraktiver bleiben als die festverzinslicher Wertpapiere. Dies führt zu einer steigenden Nachfrage nach Aktien und damit folglich auch zu höheren Preisen. Unsere ausführliche Prognose für 2004 kostenlos bestellen Sie können sich die 28-seitige Studie auf unserer Website kostenlos anfordern (einfach diesen Link anklicken). Diese enthält unsere Prognosen inklusive aller Charts und Grafiken zu den wichtigen Aktien-Indizes, Währungen und Zinsen. Darüber hinaus sind unsere für 2004 erwarteten Überraschungen ausführlich erläutert. Grüner VM - für Sie an der Börse Fisher Investments weitere Artikel: 22.12.2011 - Wen rettet die EZB eigentlich? 07.12.2011 - Die Rating-Gespenster gehen um 15.11.2011 - Die Welt ist schön! 09.11.2011 - Denn sie wissen nicht, was sie tun! 31.10.2011 - Italien ist das eigentliche Problem 28.09.2011 - Der sichere Hafen wird zerlegt 06.09.2011 - Das nächste Rätsel 30.08.2011 - Droht ein neuer Bärenmarkt? 23.08.2011 - DAX - Trendcheck 12.08.2011 - Die Brüder der Angst | |