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Das gibt's doch gar nicht! | |
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Die unglaublichsten Chancen werden nicht gesehen. Die Märkte scheinen verrückt zu spielen. Die Sorglosigkeit sei angeblich sehr hoch, "zu hoch", schreiben viele Kommentatoren. Die Schwankungsbreiten sind derzeit minimal, der V-DAX notiert nur noch bei knapp über 11%. Ist dies wirklich ein Beleg für die Sorglosigkeit der Anleger? Müssen die Aktienmärkte nun zwangsweise nachmom unten ausbrechen? Hierzu eine kleine Geschichte aus meinem Unternehmen, die diese Behauptung aufgreift: Wir haben gestern eine neue Anlagestrategie im Rahmen unserer individuellen Vermögensverwaltung - der Private Client Group - aufgelegt. Wir nennen diese Strategie Grüner Garantie Plus Juni/06 (für Infos einfach hier anklicken). Dies hat einen einfachen Grund: Da es sich aus einer Kombination zwischen einer verzinslichen Anlage und Derivaten handelt, können wir eine Kapitalgarantie von über 92% des investierten Betrages abgeben und gleichzeitig partizipiert ein Anleger überproportional an einem deutlichen Anstieg des Euro-Stoxx-50 bis zum Juni 2006. Ist das utopisch? Die von uns in Aussicht gestellten, möglichen Renditen von über 40% bis zum Jahresende - bei einem gleichzeitigen, maximalen Risiko von lediglich ca. 8% in unserem Rechenbeispiel - erschienen vielen Interessenten utopisch. Die große Resonanz zu diesem neuen Produkt hat uns selbst überrascht. Uns erreichten heute viele konkrete Anfragen, jedoch auch einige eMails, die das Angebot als "unseriös" oder "realitätsfremd" bezeichneten. "Das gibt's doch gar nicht", "das ist unmöglich" und "wie soll denn das funktionieren?" lauteten die Zuschriften im Tenor. Ganz einfach. Seit nunmehr ca. 17 Jahren nutze ich u. a. auch die Preisfindung im Optionsbereich für meine Prognosen der wahrscheinlichsten Entwicklungen an den Aktienmärkten. Meine lange Erfahrung in diesem Bereich hat mir zu einer simplen Erkenntnis verholfen: Die Richtung, in die zu spekulieren "am billigsten" ist, schlagen die Märkte auch meistens ein. Es gilt also stets die Preisstellung der Calls, mit denen der Puts auf einen bestimmten Basiswert zu vergleichen. Die aktuelle Situation ist historisch außerordentlich selten anzutreffen. Die Volatilitäten sind extrem gering. Erstaunlicherweise ist aber genau das Gegenteil dessen der Fall, was allgemein behauptet wird. Die Puts wären durch die geringe Vola so billig, eine Absicherung des Depots gegen Kursverluste ist "günstig", lautet der breite Marktkonsens. Ok. Das stimmt. Aber nur teilweise... Calls sind wesentlich günstiger bewertet als Puts! Haben Sie schon einmal nachgerechnet? Calls sind derzeit fast immer wesentlich attraktiver bewertet als Puts! Auf meinen Vorträgen in Kaiserslautern, Frankfurt und Hamburg in den letzten Wochen habe ich meine neue Jahresprognose präsentiert. Ein Punkt meiner Ausführungen war: "Das Märchen von den billigen Puts". Ich habe hierzu einige aktuelle Beispiele und Berechnungen präsentiert. Calls sind in der Regel wesentlich attraktiver bewertet als Puts. Natürlich sind Puts durch die geringe Volatilität auch "günstig", in viel größerem Ausmaß jedoch die Calls. Niemand rechnet offenbar mit einem Ausbruch nach oben. Die aktuellen, extrem günstigen Bewertungen von Calls, haben wir seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Es bieten sich unglaubliche Chancen, die aber niemand realisieren will. Die Angst sitzt weiterhin tief. Eine angeblich zu beobachtende Sorglosigkeit kann ich nicht nachvollziehen. Kennen Sie in Ihrem Umfeld ausgemachte Optimisten? Ich nicht. Lesen Sie zum Thema auch diesen Beitrag: "2005 - das Jahr der unglaublichen Chancen!" vom 29.01.2005 / 10:20Uhr. "Das kann ich mir nicht vorstellen!" Der häufigste Einwand auf die Detailvorhersagen in unserer Prognose lautete fast immer: "Das kann ich mir nicht vorstellen!". Wenn ich jedoch eines in meinen 17 Jahren an der Börse gelernt habe, dann das: Den Märkten ist es ziemlich gleichgültig, was sich die Anleger vorstellen können oder auch nicht. Sehr oft schlagen Finanzmärkte die Richtung ein, die nur wenige Investoren erwarten. Meine Aufgabe als Vermögensverwalter ist es, nüchtern und sachlich die Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Szenarien zu ermitteln, und die von uns verwalteten Kundendepots danach auszurichten. Emotionale Entscheidungen müssen immer vermieden werden. Es gibt außerordentlich große Chancen in 2005, nutzen Sie diese! Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne persönlich per eMail an thomas.gruener@gruener-vm.de. Hinweis gemäß § 34b Wertpapierhandelsgesetz (WpHG): Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen/Disclaimer unter www.gruener-vm.de. weitere Artikel: 16.05.2012 - Laufende Erträge - aber wie? 09.05.2012 - Banker, Politiker und andere Verbrecher 02.05.2012 - Frankreich am Scheideweg 25.04.2012 - Der Preis der Angst 18.04.2012 - Die Propheten der Vergangenheit 03.04.2012 - Die drei Trends des Jahres 2012 28.03.2012 - Von Öl- und Rezessionsängsten 21.03.2012 - Der Euro in der Krise? 15.03.2012 - Charttechnik - beruhigen Sie bunte Bilder? 29.02.2012 - Global statt regional | |