DAX - Standortbestimmung


04.12.2006 - von Thomas Grüner
Die Korrektur schreitet voran und die Nervosität nimmt zu.

Der erneute Kursrutsch vom Freitag kam wenig überraschend. Der zweite Teil der Korrektur startete ebenso dynamisch wie die erste Abwärtswelle. Die technische Situation verspricht nun Spannung bis zum Jahresende.

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DAX Stundenchart

Im Stundenchart wird die Dynamik der Abwärtsbewegung deutlich. Die bereits mehrfach von mir beschriebene negative Divergenz hat sich durchgesetzt. Die Stimmung hat sich merklich abgekühlt. Das technische "Idealziel" der Korrektur ist noch nicht ganz erreicht worden. Sie sollten jedoch beachten, dass die Mindestanforderungen an eine abgeschlossene Korrektur mit dem Tief am Freitag bereits erfüllt sind. Eine positive Divergenz deutet sich bereits an.


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DAX Tageschart

Im Tageschart habe ich das Hoch vom Mai grafisch verdeutlicht. Die Pullbackbewegung hat das damalige Hoch noch nicht ganz erreicht. Sollte die zweite Abwärtswelle c gleich der Welle a sein, dann würde dieser Pullback mindestens noch erfolgen. Ich bin gespannt, wann der erfolgte Trendbruch in den Medien thematisiert werden wird. Erinnern Sie sich an die Kommentare der Wirtschaftspresse vom Juli? Wer hätte damals einen Anstieg bis auf neue Jahreshochs innerhalb weniger Monate noch für möglich gehalten? Bei 6.500 Punkten vorletzte Woche, las ich dann von einer jetzt angeblich beginnenden Jahresendrallye und einem allseits akzeptierten Kursziel von 6.800 Punkten. Fast schon typischerweise wurde dieser potentielle Anstieg um 300 Punkte dann aber "nach unten gespiegelt" und ein Kursrutsch setzte ein. Am Freitag lag das Tief bei kurzzeitig unter 6.200 Punkten.


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DAX Wochenchart

Im Wochenchart ist schön zu erkennen, dass der DAX seit seinem Tief im März 2003 genau das gemacht hat, was ihm kaum ein Investor damals noch zugetraut hätte. Sie erinnern sich sicher noch gut an die damaligen Diskussionen, dass der DAX in den nächsten Jahren nur unterdurchschnittliche Erträge abliefern würde.

Das "Spiel" läuft immer nach dem gleichen Schema: Einem Anstieg folgt ein Pullback auf das vorherige Hoch und der nächste Aufwärtsimpuls beginnt immer genau dann, wenn viele Investoren eine Trendwende befürchten. Die aktuelle Korrektur vollzieht wohl ebenfalls den typischen Pullback auf das Hoch vom Mai 2006. Mit dem Freitagstief könnte man diese "Bedingung" bereits als erfüllt ansehen, da sich der DAX bis auf ca. 30 Punkte der Marke von 6.162 Punkten angenähert hatte.


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DAX Monatschart

Der DAX hat am vergangenen Freitag - von vielen Anlegern wohl unbemerkt - einen Pullback auf das Hoch vom Sommer 1998 bei 6.199 Punkten vollzogen. Das Tagestief am Freitag lag bei 6.196 Punkten. Der DAX folgt bisher unserem Primärszenario vom Juli und bildet einen neuen Aufwärtsimpuls aus, der noch nicht beendet sein sollte.


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Fazit

Es wird nun maßgeblich darauf ankommen, wie schnell die Stimmung umschlagen wird. Die teilweise Euphorie hat sich bereits ein gutes Stück verflüchtigt und ist ängstlicher Besorgnis gewichen. Die gerne angeführten Krisenszenarien werden in den Medien schon wieder ausgepackt. Die Korrektur nähert sich ihrem Ende - oder hat dieses schon erreicht. Der Grundstein für eine tatsächliche Jahresendrallye wird wohl in diesen Tagen gelegt.



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