Böser September?


04.09.2006 - von Thomas Grüner
Belastet jetzt die Jahreszeit?

Die ersten Kommentare "vom schwachen September" sind in diesen Tagen zu lesen. Es stimmt: Der September ist der statistisch schwächste Börsenmonat. Viele Korrekturen fielen in den letzten Jahren in diesen Zeitraum. Im aktuellen Jahr könnte diese ausgeprägte Schwächephase aber durchaus ausfallen. Die Korrektur im Sommer erfüllt bereits alle Mindestanforderungen an eine technisch vollständige Abwärtsbewegung. Ich habe heute die Situation beim Dow Jones - der die weitere Entwicklung der Aktienmärkte maßgeblich bestimmen wird - für Sie analysiert.


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Dow Jones Tageschart mit Bearkeil

Der Dow Jones hat - wie viele andere Indizes auch - einen Bearkeil im Tageschart gebildet. Am Freitag wurde die Oberkante leicht und "regelwidrig" nach oben gebrochen. Das Julitief erfüllt alle Voraussetzungen für eine abgeschlossene Korrektur. Eine positive Divergenz hat sich durchgesetzt. Kurzfristig wird die Situation zunehmend überkauft. Mit einem Rücksetzer muss gerechnet werden. In den kurzfristigen Zeitfenstern haben sich erste negative Divergenzen gebildet.


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Dow Jones Wochenchart

Nach dem ersten Fehlausbruch aus der fast dreijährigen "Seitwärts-Leicht-Aufwärts-Bewegung" nach oben, versucht sich der Dow Jones nun ein zweites Mal an diesem Widerstand. Der grüne Unterstützungsbereich wurde in Form einer klassischen Bärenfalle nur kurzzeitig unterboten. Viele Anleger haben in diesem Zeitraum ihre Positionen gegeben und kommen nun - unterinvestiert - ständig weiter unter Performancedruck. Ein neues Allzeithoch in den nächsten Wochen und Monaten ist sehr wahrscheinlich.


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Dow Jones Monatschart

Den Monatschart werten wir derzeit eindeutig bullish. Der große Bärenmarkt der Jahre 2000 bis 2002 ist im langfristigen Kontext nicht mehr als eine typische abc-Korrektur des vorangegangenen Bullenmarktes. Kurioserweise deuten noch immer viele Analysten den Anstieg seit 2002 als Bearmarketrallye und suchen händeringend nach Begründungen ihrer "Schieflage". Es werden teils haarsträubende Parallelen zu Anfang 2000 bzw. zum Herbst 2000 gezogen. Hier scheint eher der Wunsch Vater der Gedanken zu sein. Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir uns in einem neuen Bullenmarkt befinden. Die "endgültigen" Kursziele der laufenden Aufwärtsbewegung sollten wir längst noch nicht gesehen haben. So lange in jeder Korrektur die Angst der Investoren so schnell ansteigt, sind echte Trendwenden und ein neuer Bärenmarkt tendenziell unwahrscheinlich.


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Fazit

Verfolgen Sie in den nächsten Tagen die Medien. Umso mehr Kommentare vor einem schwachen September warnen, desto unwahrscheinlicher wird eine deutliche Korrektur in den nächsten Wochen. Ein schönes Fazit der Moderatorin habe ich eben auf n-tv gesehen: "Auf dass uns der September nicht so heftig beutelt". Fangen so schwache Monate an? Meinen Ausblick für die nächsten Monate können Sie sich unter www.gruener-vm.de kostenlos anfordern.


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