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Das Bild ist uneinheitlich. Das erste Quartal verlief trotz zwischenzeitlicher Turbulenzen per Saldo eher ruhig. Nur wenige Märkte konnten deutlicher zulegen. Vor allem die deutschen Aktienmärkte zählten zu den weltweit besten Börsen. Deutschland ist wieder "in". Allzu oft werde ich in diesen Tagen gefragt, warum wir denn nicht ausschließlich auf europäische bzw. - "besser" noch - nur deutsche Aktien setzen würden. Tja, wer hätte mich das wohl im März 2003 gefragt? Die Lernresistenz vieler Privatanleger bleibt erstaunlich hoch. Die eigentlichen Gefahren werden - wie immer - übersehen. Ein kurzer Ausblick für 2007. Wir haben verblüffende Dinge festgestellt. Bestellen Sie jetzt die neue Studie unserer Vermögensverwaltung. Zur kostenlosen Anforderung der Studie hier anklicken. Strukturelle Risiken werden unterschätzt Sie erinnern sich sicher an den Verlauf der Korrektur, die Ende Februar begann. Die "kleineren" Märkte verloren dabei am deutlichsten. Dies hat vor allem zwei Gründe: Im laufenden Aufwärtsimpuls wurden Gewinne vor allem in den gut gelaufenen Märkten mitgenommen. Der zweite Grund ist aber viel wichtiger. Die Ausschläge sind in Märkten mit geringer Liquidität jeweils größer. Global betrachtet, gehört selbst der deutsche Aktienindex DAX zu den eher kleineren Märkten. Die weltweite Gewichtung des DAX beträgt derzeit lediglich ca. 3%. Haben Sie die Kursreaktionen einiger Werte im MDAX, SDAX oder TecDAX beobachtet? Nicht selten wurden innerhalb weniger Minuten und Stunden über 10% der jeweiligen Firmenwerte "vernichtet". Und das in einer - historisch gesehen - eher moderaten Korrekturbewegung. Einige kleine Orders reichen bereits aus, um mit ihren Stopp-Loss-Aufträgen bei gleichzeitig wegbrechender Nachfrage kurzzeitige Kurseinbrüche auszulösen. Was denken Sie wohl, wird hier in einer "echten" Korrektur passieren? Warum lernen Menschen so ungern? Die größten Risiken sind immer Gefahren, die wir nicht als solche erkennen bzw. denen wir uns nicht bewusst sind. In meinen täglichen Gesprächen haben meine Mitarbeiter und ich oft mit Kunden bzw. Interessenten zu tun, die selbst an den Finanzmärkten "aktiv" sind. Die theoretischen und praktischen Wissenslücken sind oft erschreckend. Eine nüchterne Einschätzung der eigenen Kenntnisse findet nur selten statt. Viel mehr ist eine hohe Korrelation zwischen Wissenslücken und Selbstüberschätzung zu beobachten. Genau dieses Phänomen macht reife Bullenmärkte so gefährlich. Die Überheblichkeit - die Amerikaner nennen dies "overconfidence" - greift um sich. Mein amerikanischer Freund Ken Fisher nennt dies "accumulating pride". Und er ergänzt gerne: "Always remember, pride is a sin!" Sie alle haben sicher auch Ihren Arbeitskollegen, Bekannten oder Freund, der sich immer mit seinen Erfolgen an den Börsen rühmt. Misserfolge werden dabei natürlich eher "vergessen" und Ihnen nicht so euphorisch mitgeteilt (auch dafür haben die Amerikaner einen schönen Begriff geprägt: "shunning regret"). Diese Erfolgsmeldungen sorgen in Bullenmärkten für einen gewissen "Leidensdruck" und man möchte gerne auch zu den schlauen Anlegern gehören, die angeblich immer nur richtig liegen. Und genau an dieser Stelle erliegen Sie dieser Illusion und genau an dieser Stelle wird es gefährlich! Eine gute und vor allem nachhaltig gute Strategie sollte immer zuerst einem Grundsatz folgen: "Was passiert mit Ihrem Depot, falls Sie sich irren sollten?" Diese Frage sollten Sie sich stets stellen und noch wichtiger: Die Antwort auf diese Frage sollte Sie nicht erschrecken! Papier auf den Tisch Vor jeder Anlageentscheidung sollten Sie sich stets fragen: Was glaube ich zu wissen, dass die anderen Anleger nicht wissen? Welchen Wissensvorsprung habe ich? Was qualifiziert mich, um diese Entscheidung vernünftig treffen zu können? Ken Fishers neues Buch "The Only Three Questions That Count. Investing by Knowing What Others Don't" wurde vor wenigen Monaten in den USA veröffentlicht. Die deutsche Übersetzung "Das zählt an der Börse - Investieren mit Wissen, das die anderen nicht haben" ist in der letzten Woche im Finanzbuchverlag erschienen. Meine klare Empfehlung an dieser Stelle lautet: Kaufen, lesen und verinnerlichen! Ken Fishers neues Buch "Das zählt an der Börse" jetzt bestellen (einfach hier anklicken) Nutzen Sie unser aktuelles - bis zum 15. April 2007 befristetes - Angebot in der Vermögensverwaltung! Detail-Informationen hier anfordern. Fazit Ein globaler Ansatz bleibt für mich ohne sinnvolle Alternative. Immer in den optimalen Märkten unterwegs sein zu wollen, ist nicht mehr als eine simple Illusion. Investoren, die immer den aktuellsten Trends folgen wollen, fliegen nicht selten aus der Kurve. Gehen Sie strategisch und klug vor. Und bedenken Sie bei Ihrer Strategie immer: Sie könnten sich irren! weitere Artikel: 22.12.2011 - Wen rettet die EZB eigentlich? 07.12.2011 - Die Rating-Gespenster gehen um 15.11.2011 - Die Welt ist schön! 09.11.2011 - Denn sie wissen nicht, was sie tun! 31.10.2011 - Italien ist das eigentliche Problem 28.09.2011 - Der sichere Hafen wird zerlegt 06.09.2011 - Das nächste Rätsel 30.08.2011 - Droht ein neuer Bärenmarkt? 23.08.2011 - DAX - Trendcheck 12.08.2011 - Die Brüder der Angst | |