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23.03.2005 - von Thomas Grüner
Das ging recht schnell und dynamisch los. Wo liegen die Kursziele?

Die gestrige US-Zinsentscheidung war der Auslöser für einen recht heftigen Einbruch des Euro gegenüber dem US-Dollar. Technisch wurde einiges an Porzellan zerschlagen. Trotz - oder gerade wegen - sehr vieler Euro-Bullen, spricht nicht viel für eine fortgesetzte Schwäche des US-Dollar. Die über drei Jahre andauernde Aufwertung des Euro könnte beendet sein. Die Diskussionen um den aufgeweichten Stabilitätspakt haben viele Marktteilnehmer verunsichert. Während in den letzten Monaten die hohe US-Verschuldung und deren Außenhandelsdefizite gerne gebrauchte Argumente für die Dollarschwäche waren, so sind die europäischen "Probleme" eher vernachlässigt worden.

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Ausbruch nach oben gestoppt

Der Euro-Absturz seit dem letzten Hoch bei 1,3667 USD am 30.12.2004 ging bis auf 1,2729 USD am 08.02.2005. Der folgende Anstieg bis auf 1,3481 USD am 11. März 2005 korrigierte über 76% der vorhergehenden Abwärtswelle. Viele sahen damals neue Hochs für den Euro voraus. Genau in diesem Augenblick drehte der Kurs jedoch nach unten ab. Der Kursverfall des Euro hat in den letzten Tagen an Dynamik hinzugewonnen. Das 61%-Retracement bei 1,3016 USD wurde im Tagesverlauf kurz gebrochen, jedoch noch nicht signifikant. Die Situation auf Tagesbasis ist bereits überverkauft. Der Euro ist in einer Unterstützungszone angekommen.


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Das sieht recht übel aus

Der Wochenchart spricht für eine fortgesetzte Schwäche der europäischen Währung. Der MACD ist bearish nach unten abgeprallt und hat eine mehrfache, negative Divergenz ausgebildet. Die innere Aufwärtstrendlinie konnte nicht mehr überwunden werden. Der Euro ist genau an diesem inneren Trend wieder nach unten abgeprallt. Die Bollinger-Bänder haben sich deutlich verengt. Ein Ausbruch nach unten würde die Dynamik eher noch erhöhen. Unter der Marke von 1,27 USD dürften die Euro-Bullen in Bedrängnis geraten.


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Fazit

Der Euro ist technisch schwer angeschlagen. Das Tief der laufenden Bewegung haben wir noch nicht gesehen. In den nächsten Wochen werde ich hierzu meine fundamentalen Argumente vortragen, die ich auch in unserer Jahresprognose (hier kostenlos anfordern) detailliert beschrieben habe.



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